Zur Situation für OEB in Nordrhein-Westfalen - Club für Olde Bulldogges in Deutschland - COBD e.V.

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Zur Situation für OEB in Nordrhein-Westfalen

Die Situation in NRW hat sich seit April/Mai 2014 grundlegend verändert.

In NRW wurden und werden seitens der Behörden zunehmend Halter von OEB angeschrieben mit der Aufforderung, zur Herkunft bzw. Abstammung ihrer als OEB angemeldeten Hunde Auskunft zu geben. Unsere Rücksprachen mit den zuständigen Stellen des Landes NRW haben ergeben, das die Hauptursache für die Vorgehensweise in NRW ebenfalls in der zunehmenden Zahl von als OEB gemeldeten Hunden ist, die aus fragwürdiger Herkunft ohne Papiere oder mit Papieren ausländischer Registries angemeldet wurden. Um zu verhindern, das auf diesem Weg das Landeshundegesetz umgangen wird, haben die Behörden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
Anders als im Land Brandenburg wird im Land Nordrhein-Westfalen dem Halter des jeweiligen Hundes die Möglichkeit eingeräumt, einen Nachweis zu erbringen das es sich eben gerade nicht um einen reinrassigen Vertreter gelisteter Rassen oder einen Mischling aus solchen Rassen handelt. Im Landeshundegesetz NRW ist dies in §3 Abs. 2 geregelt  (nachzulesen hier).

Dieser Nachweis konnte in NRW bis zum April/Mai 2014 durch Vorlage anerkannter Zuchtpapiere und/oder durch ein Phänotypgutachten eines Amtsveterinärs erbracht werden. Der COBD e.V. gehörte bis dato zu den Vereinen, dessen Abstammungspapiere als Nachweis der Rassezugehörigkeit von den Behörden in NRW anerkannt wurden.
Leider haben die Behörden in NRW diese Vorgehensweise offensichtlich im Mai 2014 geändert.

Es werden inzwischen entsprechend der amtlichen Empfehlungen keine Abstammungspapiere mehr zum Nachweis der Rassezugehörigkeit anerkannt. Unserer Ansicht nach ist diese Vorgehensweise falsch und rechtlich zumindest fragwürdig. Wie weit es juristisch zulässig ist, Abstammungsdokumente nicht als Nachweis anzuerkennen, muss ggf. im Einzelfall geprüft werden. Der COBD arbeitet zur Zeit an einer entsprechenden Klarstellung auch auf juristischem Weg. Wir haben auch versucht, Kontakt zu den verantwortlichen Stellen in der zuständigen Behörde aufzunehmen. Unser Ziel war und ist es, gemeinsam mit den Behörden ein einheitliches, geordnetes Verfahren zu entwickeln, um die Haltung von OEB aus kontrollierter Zucht nicht unnötig zu erschweren. Leider ist momentan kein Gesprächsinteresse auf Seiten der Behörden zu erkennen. Wir werden dennoch dran bleiben und hier über die aktuellen Entwicklungen berichten.

Zur Zeit wird in NRW nun von den meisten Ordnungsbehörden verlangt, den Hund dem zuständigen Amtsveterinär zur Phänotypisierung vorzuführen. Stellenweise werden phänotypische Einstufungen auch von einfachen Sachbearbeitern vorgenommen, deren Qualifikation für diese Aufgabe zumindest in Frage zu stellen sein dürfte. Sollten Sie persönlich betroffen sein und Hilfe im Umgang mit den zuständigen Stellen benötigen sprechen Sie uns einfach an. Eine phänotypische Beurteilung und ggf. falsche Einstufung Ihres Hundes durch nicht ausreichend qualifizierte Personen müssen Sie nicht akzeptieren. Auch die Amtsveterinäre sind unserer Ansicht nach nicht unbedingt für die Rassebestimmung auf der Basis des Phänotyps eines Hundes als sachverständig zu betrachten.

Ein vollständiges Haltungsverbot für OEB droht den Betroffenen in NRW nach aktuellem Stand jedoch nicht. Ganz klar: Auch in NRW sind OEB keine Listenhunde! 

Allerdings gilt dazu eine wesentliche Ergänzung. Wird durch amtliche Stellen rechtskräftig festgelegt, das es sich beim individuellen Hund nicht um eine OEB, sondern um einen Listenhundmix der Kategorie 1 handelt, dann droht die Untersagung der Hundehaltung. Dazu gibt es einen entsprechenden Erlass vom Dezember 2014. Die Genehmigung der Haltung von Listenhunden der Kategorie 1 (sog. §3-Hunde im Sinne des LHG NRW) ist nur möglich, wenn der entsprechende Hund aus dem Tierschutz übernommen wird.

Wir können Ihnen helfen, den richtigen Weg zu wählen, um das Beste für Ihren Hund zu erreichen. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Hilfe und/oder Informationen benötigen.

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